Seven MCP läuft gehostet (mcp.seven.io/mcp, OAuth 2.0 PKCE) und zusätzlich lokal per npm: Für beide Nutzungsarten ist offiziell gesorgt.
Unser Live-Test bestätigt die saubere OAuth-Discovery; der Score verliert nur bei der maschinenlesbaren API-Doku.
Schnittstellen-Anbieter mit Entwickler-Kundschaft haben den klartesten Business Case für einen eigenen Endpunkt; seven.io nutzt ihn.
Von allen Unternehmen in unserem Deutscher MCP-Report 2026 ist seven.io die vielleicht unterschätzteste Geschichte: ein SMS-/Kommunikations-API-Anbieter, der mit „Seven MCP" als einer von nur zwei deutschen Anbietern einen offiziellen, gehosteten MCP-Endpunkt betreibt und nebenher demonstriert, wie man eine API für Agenten denkt statt nur für Menschen.
Was es gibt
- Gehosteter Endpunkt:
mcp.seven.io/mcp, Streamable HTTP, Anmeldung per OAuth 2.0 mit PKCE. Kein lokales Setup nötig; der Endpunkt läuft im Namen des angemeldeten seven.io-Kontos. - Lokale Alternative: wer den Agenten am eigenen Rechner betreibt, installiert das offizielle Paket (
@seven.io/mcp, npm) und nutzt stdio. - Werkzeugumfang: über 40 Tools: SMS, Voice, HLR/CNAM-Abfragen, Guthaben, Kontakte, Nummernverwaltung, Webhooks. Der Endpunkt ist damit keine Marketing-Probe, sondern eine echte Arbeitsoberfläche.
- Dokumentation: eine eigene MCP-Sektion in der offiziellen Doku: Setup, Tools, Beispiele.
Unser Live-Test bestätigt die saubere Umsetzung: Unangemeldete Anfragen werden korrekt mit 401 beantwortet, und die OAuth-Discovery (RFC 9728) ist vollständig vorhanden. Ein Agent findet den Login-Weg ohne Fremdanleitung. Wertung im Report: 30/100, Platz 2. Der Rückstand auf awork entsteht vor allem bei der maschinenlesbaren API-Doku (keine öffentliche OpenAPI-Spec) und Details der Spec-Konformität, nicht am Endpunkt selbst.
Warum gerade ein SMS-Anbieter hier vorne liegt
Die Antwort liegt in der Produktlogik: seven.io verkauft Kommunikation als API; Kunden sind Entwickler. Genau diese Kundschaft hat begonnen, ihre Werkzeuge über Agenten zu steuern („schick allen Teilnehmern eine SMS mit dem neuen Termin"). Ein Anbieter von Entwickler-Infrastruktur, der dort nicht offiziell present ist, wird von den Kunden selbst angehängt; seven.io hat den offensichtlichen Schritt einfach früh und ordentlich gemacht.
Der kontrastierende Befund unseres Reports: Die großen deutschen Geschäftssoftware-Anbieter (ERP, Buchhaltung, HR) sind alle noch nicht vertreten, obwohl ihre Nutzer die gleiche Frage stellen: „Kann mein Assistent das nicht einfach machen?"
Was Nutzer damit heute anfangen können
- Direkt verbinden: seven.io in einem MCP-fähigen Client hinterlegen ( OAuth-Login), fertig. Lesen von Guthaben und Kontakte, Versand von Nachrichten, alles über die offiziellen Tools.
- Sicher denken: Der Agent sendet echte SMS (kostet Geld, erreicht echte Menschen). Für den Produktiveinsatz gilt: eigene Absenderregeln, Empfängerprüfung im Prozess, und für Teams ein eigenes Konto mit Limiten statt eines Sammelkontos.
- Für Software-Häuser: der two-minute-Vergleich mit dem eigenen Stand lohnt sich: Unser MCP-Live-Test zeigt in einer Minute, ob Ihre API so weit ist wie seven.io.
Einordnung
Zwei von 21, awork und seven.io, haben offiziell MCP. Beide sind kleiner und API-zentrierter als die Schwergewichte des deutschen B2B-Marktes. Das Umschlagblatt: Agenten-Fähigkeit ist aktuell eine Frage von Priorität, nicht von Größe. Wer über MCP-Endpoint-Build nachdenkt, findet in beiden eine gute Blaupause und mit uns einen Bauherrn, der genau diese Klasse von Endpunkten standardisiert liefert.